Irish - Folk - Music
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Mittwoch, 8. Februar 2012
Hersbrucker Zeitung 18.3.2006
SCHUPF 18.3.2006 (ap) Guiness, Irish Stew und Freunde, die scheinbar spontan zusammen

musizieren, das gibt es nicht nur in Irland. Am vergangenen Samstag entführten „Greenfield“ die zahlreichen Zuhörer im „Stern“ auf einen Kurztrip zur grünen Insel. ( Bericht und Bilder von Andrea Pitsch - Hersbrucker Zeitung )

An diesem Abend galt „Manpower“, da Sängerin Joan Croker aus Irland aus beruflichen Gründen verhindert war. Doch die vier Vollblutmusiker Armin Wolfermann an der Gitarre, Bernhard Stehle an der Fiddle, Gitarrist Michi Dill und Akkordeonspieler Alex Filip ließen das Publikum auf virtuose Art und Weise in die Gefühlswelt und das Alltagsleben der Iren eintauchen.Um einige Erklärungen zu den teilweise kuriosen Texten zu geben, moderierte der smarte Michi Dill aus Erlangen mit viel Witz. Dabei war nicht nur ihm die Freude am Musik machen anzumerken, sondern der ganzen Truppe. „Viele Leute kennen die meisten Stücke und so kann man schnell zusammen spielen“, erläutert Alex Filip aus Berlin ihre Liebe zum „Irish Folk“. Dazu tragen vor allem die „Sets“ bei – Instrumentalstücke, die man beliebig aneinanderreihen kann und die sehr fantasievolle Namen haben („Das ist meine neue Geliebte. Wie findest Du sie?“). Solche „Sets“ führten die Gruppe vor rund zehn Jahren auch zusammen. Bei einem „musikalischen Kartelabend“, einer so genannten Session, in Nürnberg trafen sich die heutigen Mitglieder und beschlossen fortan gemeinsam ihrer Leidenschaft für irische Musik zu frönen. Die Mischung aus purer Lebensfreude und tiefer Melancholie in den Songs lies zu keiner Zeit Langeweile oder Eintönigkeit aufkommen. Themen wie Alkohol, Liebe, Tod, Heimweh und die schöne Landschaft verpackten die vier Jungs in mehrstimmig und feinfühlig intonierten Liedern. Da wurde von „The City of Chicago“, einem klauenden Bäcker, einer widerspenstigen Mary, und nebelverhangenen Bergen gesungen. Auf der musikalischen Rundreise durch Irland gab es auch einige Abstecher in die Bretagne und nach Schottland. Für Gänsehaut-Stimmung sorgte das bretonische „An Hani A Garan“ ebenso wie ein Lied in schottischem Gälisch. Der Engelthaler Armin Wolfermann brillierte hierbei mit seinen ausgefallenen Sprachkenntnissen und seiner irisch anmutenden Stimme. Ein besonderes Highlight war sein Auftritt an der keltischen Harfe, die eine anspruchsvolle Spielweise erfordert, da ihre Saiten sehr lange nachklingen. Nach dieser Rast voller Ruhe und sehnsuchtsvollen Klängen wie aus einer anderen Zeit ging es mit vollem Tempo weiter. Michi Dill entpuppte sich als wahrer Meister am Bodhran, einer Trommel aus Ziegenfell. Er entlockte ihr erstaunliche Töne und Rhythmen und spielte sich nahezu in einen Rausch. Obwohl die traditionelle Musik von „Greenfield“, wie sie in den „Irish Pubs“ zum Besten gegeben wird, zum Tanzen anregen sollte, blieb es bei den Jigs, Reels und Hornpipes bei Klatschen, Mitbrummen und zuckenden Füßen. Lediglich Armin Wolfermann begeisterte die Zuhörerschaft mit einer kleinen Einlage zu einer Polka. Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal wollte den gesanglichen Ausflug zu den Kelten nicht ohne eine Extra-Tour beenden. Ein Glück, dass „Greenfield“ zufällig ein paar Zugaben vorbereitet hatte. Klassiker wie „The Spanish Lady“ oder das irische Sauflied schlechthin „Whiskey in the Jar“ machten den Abschied von der grünen Insel und von einer hervorragend aufgelegten Band „Greenfield“ jedoch nicht leichter.
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michi_gittare
bernhard
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